Kinnara und Kinnari

Symbol of protection, enlightenment, beauty, true love

Der Kinnara wird in der hinduistischen und buddhistischen Mythologie als faszinierendes Mischwesen dargestellt: halb Mensch und halb Pferd (kentaurisch) oder halb Mensch und halb Vogel. In der südostasiatischen Kunst erscheint der männliche Kinnara oft als Vogelmensch, während seine Gefährtin, die zauberhafte Kinnari, als Frau mit Schwingen und Schwanenleib dargestellt wird: Beide gelten in der asiatischen Kultur als das vollkommene Traumpaar und Inbegriff unsterblicher, reiner Liebe.

Nach der birmanischen Mythologie verbrachte der Buddha vier seiner früheren Tierinkarnationen als Kinnara. Das Nationalemblem des Volkes der Karenni in Myanmar zeigt Kinnara und Kinnari als geflügelte Wesen, die ewige Treue und Liebe symbolisieren.

Im antiken Indien galten die Kinnaras als sagenumwobener Stamm, der in den Höhen des Himalaya weilte: Sie galten als übermenschliche Wesen, die Menschen in Zeiten der Not beschützten; sie bildeten das Gefolge von König Ila.

Kinnara

In der tibetischen Mythologie begegnet das Wesen als Shang-Shang – ein geflügelter himmlischer Musiker mit Zimbeln, der zugleich als König der Garuda verehrt wird und geistige Erleuchtung versinnbildlicht.

In Kambodscha und Thailand sind Kinnari und Kinnara Sinnbilder betörender Schönheit und begnadeter Tanzkunst und treten als elegante Figuren im königlichen Hofballett auf. In der javanischen und balinesischen Kunst Indonesiens bewachen sie heilige Schätze und den kosmischen Lebensbaum.

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