Die Fomoren (Fomorians)

Symbol of warriors, pirates, justice, destruction, plague, disaster.

Die Fomoren (Fomorians) entstammen der altirischen Mythologie: Sie galten als gewaltige Wesen, die aus den finsteren Tiefen der Erde und des Meeres emporstiegen. In den Mythen verkörpern sie die zerstörerischen, wilden Urkräfte der Natur, bevor sie in späteren Sagen als gefürchtete Meeresräuber und Plünderer beschrieben wurden. Die Überlieferung kennt mindestens siebzehn namentlich genannte Fomorengötter, die durch Heiratsbündnisse eng mit den Tuatha Dé Danann – den Göttern des Lichts, der Zivilisation und des Wachstums – verbunden waren.

Einige Fomoren wurden als von düsterer, betörender Schönheit geschildert, während andere infolge eines uralten Fluches mit nur einem Arm, einem Bein oder einem Auge dargestellt wurden. Andere Legenden beschrieben sie als Riesen mit Ziegenköpfen, die als erste Siedler die grüne Insel betraten und jeden feindlichen Eroberer mit unerbittlicher Kriegskunst abwehrten.

Zu ihren Herrschern zählte König Elatha, der Gerechtigkeit und ritterliche Mäßigung verkörperte und sich weigerte, einen ungerechten Krieg gegen die Tuatha Dé Danann zu führen; sein Gegenpart war der furchterregende König Balor mit dem bösen Auge, dessen vernichtender Blick ganze Heerscharen niederstrecken konnte. Balors Gemahlin Cethlenn verwundete Dagda, den Hochkönig der Tuatha Dé, tödlich.

Die Fomoren geboten über Kälte, Missernten, Winter und Seuchen, mit denen sie das Volk des Partholon heimsuchten. Erst in der legendären zweiten Schlacht von Mag Tuired wurden die Fomoren von den Tuatha Dé Danann unter Führung des Sonnengottes Lugh besiegt und ins Meer zurückgetrieben. In der modernen Popkultur leben die Fomoren in Rollenspielen und Fantasy-Literatur fort.

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