Das Lamia-Symbol
Symbol of power, jealousy, ugliness.
Lamia war eine Göttin mit dem Körper einer Schlange und dem Kopf einer Frau. Lamia war der griechische Name für die in Libyen beheimatete Schlangengöttin, die als Medusa bezeichnet wird. Lamia war wahrscheinlich eine Variation der Muttergöttin. Lamien sind in verschiedenen Kulturen während unterschiedlicher Epochen auf der ganzen Welt aufgetaucht. Sie werden im Allgemeinen als eine Frau mit Brüsten und dem Schwanz einer Schlange dargestellt.
Im antiken Griechenland glaubte man, Lamia sei eine wunderschöne Sterbliche gewesen, in die sich Zeus verliebte. Sie hatten gemeinsame Kinder. Zeus’ Ehefrau Hera fand von Lamia heraus und tötete alle ihre Kinder. Man glaubte, dass Lamia in einer Höhle lebte und aus Eifersucht die Kinder anderer Mütter jagte, stahl und aß. Da Lamia nicht schlafen konnte, schuf Zeus eine Möglichkeit für sie, ihre Augen herauszunehmen. Die einzige Möglichkeit für Lamia zu schlafen war, wenn sie ein Auge draußen hatte oder betrunken war.
Laut dem antiken griechischen Geschichtsschreiber Diodor wurde Lamia von Müttern als Kinderschreck herbeigerufen, um ihre Kinder zu verängstigen. Horaz, der antike römische Dichter, erwähnt Lamia ebenfalls als Verschlingerin von Kindern.
Um 1 n. Chr. wurde eine Lamia in dem Buch Das Leben des Apollonios von Tyana erwähnt, wo er berichtet, dass eine Lamia ein Mitglied von Apollonios’ Gefolgschaft mästete, um ihn zu verspeisen.
In der lateinischen Vulgata-Bibel wurde Lamia zu Lilith abgeändert, welche die eigensinnige erste Frau Adams war. In der revidierten Version der Bibel wird Lilith als Nachtungeheuer bezeichnet. Im Buch Hiob symbolisiert Lamia Heuchelei.

In der germanischen Kultur hieß es, eine Lamia führe die Nixen an, Wassergeister mit dem Schwanz eines Fisches. In Griechenland waren Lamien auch weibliche Ungeheuer, die Menschen jagten, um ihr Blut zu trinken und sexuelle Begierden zu befriedigen, ähnlich wie Vampire.
Im frühen Mittelalter bezog sich Lamia auf Ungeheuer, die Kinder stahlen und sie zerrissen. Im 9. Jahrhundert waren Lamien weibliche, verführerische Geister, die Ehen bedrohten, so zeitgenössische christliche Schriftsteller. Mittelalterliche Christen bezeichneten Lamia als Sukkubus, einen Geist, der einem Mann das Leben (oder den Samen) aussaugt.
Während des 15. und 16. Jahrhunderts symbolisierte Lamia Hexen. Viele Gedichte wurden über Lamia geschrieben, darunter eines von John Keats. Im Jahr 2019 wurde eine in den 1920er Jahren von Dorothy Howell geschriebene Tondichtung namens „Lamia“ aufgenommen und innerhalb einer Einspielung britischer Tondichtungen veröffentlicht. In Griechenland gibt es einen Fußballverein namens Lamia. Es gibt auch Musikbands in Kasachstan und Argentinien mit dem Namen „Lamia“.