Das Taukreuz

Das Taukreuz-Symbol verdankt seinen Namen dem neunzehnten Buchstaben des griechischen Alphabets, dessen Form es exakt abbildet. Seine markante T-Form galt in der Antike als die ursprüngliche Gestalt des römischen Kreuzigungsholzes. Das Taukreuz wurde von den frühen Christen als herausragendes Symbol der Erlösung verehrt – begründet in der biblischen Verheißung aus Ezechiel 9,4, wo ein Engel beauftragt wird, ein rettendes Tau-Zeichen auf die Stirn der auserwählten Menschen zu zeichnen (וְהִתְוִיתָ תָּו עַל־מִצְחֹות הָאֲנָשִׁים „zeichne ein Zeichen an die Stirn der Männer“). Eine verwandte alttestamentliche Typologie vergleicht das Tau mit der Haltung des Mose in Exodus 17,11, als er im Gebet seine Arme mit dem Stab Gottes emporhielt.

Auch bekannt als Antoniuskreuz, Adventskreuz oder Franziskuskreuz, ist das Taukreuz mit zwei der beliebtesten Heiligen der Christenheit verknüpft: Der heilige Antonius der Große trug ein blaues Tau auf seinem Gewand. Der heilige Franz von Assisi erwählte das Tau zu seinem persönlichen Wappen und Siegel, zeichnete es mit eigener Hand an Türen und Mauern jener Orte, an denen er einkehrte, und nutzte es als eigenhändige Segensunterschrift.

Außerhalb des Christentums galt das Taukreuz seit jeher als Sinnbild der Unsterblichkeit: Chaldäer und Ägypter sahen darin eine Darstellung des Gottes Tammuz (Dumuzi), des altorientalischen Gottes des Todes und der Wiederauferstehung; bei feierlichen Weihungen zeichneten heidnische Priester das Zeichen auf die Stirn der Einzuweihenden.

Taukreuz


Tau

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