Das IHS-Monogramm (Christusmonogramm)

Das IHS-Monogramm ist eine griechische Abkürzung des heiligen Namens Jesus Christus. Es erschien zum ersten Mal im dritten Jahrhundert und setzt sich aus den ersten drei Buchstaben des griechischen Namens IHΣΟΥΣ (Iesous) zusammen, die im lateinischen Alphabet häufig als IHC oder IHS wiedergegeben wurden. Diese Abkürzung erlangte eine so weite Verbreitung, dass sie bereits auf den Münzen des byzantinischen Kaisers Justinian II. (669–711 n. Chr.) geprägt wurde.

Im Verlauf der darauffolgenden Jahrhunderte begann das IHS-Monogramm, über eine reine Namensabkürzung hinaus als eigenständiges Heilszeichen zu wirken: Besondere Popularität gewann es im 15. Jahrhundert durch den heiligen Bernhardin von Siena, der es als strahlendes Friedenssymbol im Volk verbreitete. Im Jahr 1541 wählte der heilige Ignatius von Loyola eine erweiterte Fassung – umgeben von einer Strahlensonne und verziert mit dem Kreuz sowie den drei Passionsnägeln – als offizielles Siegel des Jesuitenordens (Societas Jesu).

Einige historische Quellen argumentieren, das Symbol gehe ursprünglich auf Kaiser Konstantin zurück, der vor der Schlacht an der Milvischen Brücke die berühmte Vision eines Kreuzes mit der Inschrift In hoc signo vinces („In diesem Zeichen wirst du siegen“) empfing, woraus die Initialen IHS gebildet worden seien. Andere Vermutungen brachten es mit heidnischen Sonnensymbolen des alten Ägyptens in Verbindung. Da das IHS-Monogramm jedoch bereits die Katakombe der Priscilla schmückt, die frühchristlichen Begräbnissen diente, steht sein rein christlicher Ursprung außer Zweifel.

IHS-Monogramm Symbol


IHS

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