Das Rub-el-Hizb-Symbol

Das Rub el Hizb ist im Wesentlichen die islamische Ausprägung des achtzackigen Sterns – eines geometrischen Emblems, das sich in zahlreichen spirituellen Traditionen rund um den Globus wiederfindet. Das Rub el Hizb wird aus zwei übereinandergelegten Quadraten gebildet, wobei eines um 45 Grad gedreht ist, sodass eine achteckige Sternform entsteht. Häufig weist das Symbol einen kleinen Kreis in seiner Mitte auf.

Historikern zufolge lassen sich frühe Spuren dieser Form bis nach Tartessos zurückverfolgen – einer uralten Kultur, die vom 11. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. im südspanischen Andalusien blühte. Während der rund acht Jahrhunderte währenden maurisch-islamischen Epoche auf der iberischen Halbinsel wurde der achtzackige Stern zu einem weit verbreiteten architektonischen Ornament.

In der arabischen Kalligraphie dient das Rub-el-Hizb-Zeichen als Satzzeichen, um das Ende eines Kapitels anzuzeigen. Seine bekannteste Verwendung findet sich im Koran, dem heiligen Buch der Muslime, wo es zur rhythmischen Gliederung des Textes eingesetzt wird: Abgeleitet von den arabischen Wörtern rub („ein Viertel“) und hizb („Teil“, „Gruppe“), lässt sich der Name wörtlich als „Gevierteltes Hizb“ übersetzen.

Rub el Hizb

Der Koran ist in sechzig annähernd gleich lange Leseabschnitte (Hizb) unterteilt. Das Rub-el-Hizb-Symbol unterteilt jeden dieser Abschnitte nochmals in vier Viertel und markiert das Ende jedes Viertels. Dieses ausgefeilte Gliederungssystem dient dazu, das rituelle Rezitieren und Auswendiglernen des Korans zu erleichtern.

Das Rub-el-Hizb-Symbol inspirierte zudem den Stern von al-Quds, das Wahrzeichen der Stadt Jerusalem (auf Arabisch al-Quds). Es ziert die Staatswappen von Turkmenistan und Usbekistan und findet als Hoheitszeichen in zahlreichen Organisationen der islamischen Welt Verwendung.


Rub el Hizb

Verfügbare Größen: 500px | 800px | 1000px | Vollbild (2000px)

Zurück zu allen Symbolen